Treppe LBM 2026

Leipziger Buchmesse 2026 – Volle Hallen, schöne Begegnungen und spannende Gespräche

Vier Tage Leipziger Buchmesse liegen hinter uns. Was davon am stärksten nachhallt, sind dabei gar nicht in erster Linie die Bücherstapel oder Programmpunkte, sondern die Menschen auf unserem Stand: Gespräche, Wiedersehen, spontane Begegnungen und dieses wunderbare Gefühl, Teil einer lebendigen Buchwelt zu sein.

Ein Rückblick auf die Leipziger Buchmesse 2026 von unserem 2. Vorsitzenden Edward Poniewaz.

Vom 19. bis 22. März 2026 wurde Leipzig wieder zu genau dem Ort, den wir so sehr schätzen: laut, lebendig, ein wenig chaotisch und zugleich voller Herzlichkeit. Die Leipziger Buchmesse wächst seit Jahren und zwar deutlich. Über 310.000 Besucher:innen kamen in diesem Jahr auf das Messegelände, ein neuer Rekord.

Die Messe war erneut ein riesiges Schaufenster für Literatur: Mehr als 2.000 Aussteller:innen aus 54 Ländern waren vertreten. Das merkt man nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem in der Atmosphäre. Beim Gang durch die Hallen hat man ständig das Gefühl, hinter jeder Ecke auf ein unerwartetes Gespräch zu stoßen. Genau das macht den besonderen Reiz aus: Man plant einige feste Stationen und stellt am Ende fest, dass man auf den vollen Gängen ganz woanders hängengeblieben ist.

Auf unserem Messestand war dieser Andrang vom ersten Messetag an deutlich spürbar, ebenso wie die enorme Energie, Leidenschaft und Eigeninitiative, die im Selfpublishing steckt. Zahlreiche Mitglieder unterstützten unseren Messeauftritt und trugen damit maßgeblich zum Erfolg des Standes bei. Sie standen Autor:innen, Leser:innen und Fachbesucher:innen für Gespräche zur Verfügung, sei es bei Meet & Greets oder im Rahmen des Standdienstes.

Meet&Greet mit Tanja Wahle
Meet& Greet mit Anje Niendorf
Meet&Greet mit Jutta Weber-Bock

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir konnten 24 neue Mitglieder gewinnen, nahezu eine Verdoppelung im Vergleich zur letzten Leipziger Buchmesse.

Neben dem Stand bot der Verband ein vielfältiges Fachprogramm, außerdem fand am Sonntag die Verleihung des Selfpublishing-Buchpreises 2025/26 statt. Im Rahmen des Fachprogramms gab es unter anderem eine Fragestunde für Neuautor:innen, moderiert von Anne Polifka. Auf dem Podium beantworteten Annika Bühnemann und Edward Poniewaz zahlreiche Fragen rund um das Thema „Ich habe ein Buch geschrieben – und jetzt?“. Der Andrang war so groß, dass viele Interessierte auf den Gängen stehen bleiben mussten.

Fachprogrammpunkt: „Ich habe eine Buch geschrieben! Und Jetzt?“ mit Annika Bühnemann und Edward Poniewaz, Moderation: Anne Polifka

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Selfpublishing-Buchpreises auf der großen Bühne in Halle 5. Der Preis ist mit über 20.000 Euro dotiert. In einem feierlichen Rahmen wurden die Gewinner:innen auf der großen Bühne bekannt gegeben. Mehr als 1.300 Selfpublish-Autor:innen hatten sich mit über 1.800 Werken beworben. Durch die Veranstaltung führte die bekannte Moderatorin Lea Kaib.

Moderatorin Lea Kaib
Foto: Jennifer Schumann
v.l.n.r.: Johannes Zum Winkel (Jury Sachbuch und Ratgeber), Larissa Böhning, Gewinner der Kategorie Sachbuch und Ratgeber: Marc A. Hoffmann, Lea Kaib
Foto: Jennifer Schumann
Die Gewinnerinnen der Kategorie Kinder- und Jugendbuch: Arabell Watzlawik (Illustration) und Judith Spörl
Foto: Jennifer Schumann
Mele Bring (Jury Kinder- und Jugendbuch) bei der Laudatio.
Foto: Jennifer Schumann
Gewinnerin in der Kategorie Belletristik: Susanne Mesterharm
Foto: Jennifer Schumann

Nach der feierlichen Verleihung der Selbies wurde am Selfpublisher-Messestand bei einem kurzen Sektempfang gemeinsam mit den Gewinner:innen auf den Erfolg angestoßen.

Die Gewinner von links nach rechts: Arabell Watzlawik, Marc A. Hoffmann, Judith Spörl (nebst Pomps) und Susanne Mesterharm
Foto: Jennifer Schumann

Und ja – auch das gehört dazu: Ja, die Füße tun irgendwann weh. Ja, man trägt am Ende des Tages mehr Prospekte, Leseproben und spontane Buchkäufe mit sich herum, als man eigentlich wollte. Aber genau so soll es vielleicht auch sein. Eine gute Buchmesse erkennt man eben nicht nur an guten Gesprächen, sondern auch daran, dass man müde, glücklich und mit einem Kopf voller Ideen nach Hause kommt.


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