Vita:
Ich bin Sven, Jahrgang 1985. Bestatter. Gay. In der Literatur Autor Oknov.
Tagsüber begleite ich Menschen auf ihrem letzten Weg. Im Sarg ist kein Körper mehr perfekt. Da verrotten alle gleich.
Nachts schreibe ich Gay Erotic Romance. Nicht die Schicki-Micki-Version. Die echte. Die ungeschönte.
Gegen die Oberflächlichkeit. Gegen das Verstecken. Gegen die Fleischbeschau in der queeren Community — Sixpack oder unsichtbar, wischen, ficken, blocken, nächster.
Ich schreibe über die, über die sonst keiner schreibt. Jung oder alt, dick oder dünn, mit Brüchen. Äußerlich ist keiner von uns perfekt. Innerlich sind wir es alle. Schreiben ist für mich ein Akt der Gerechtigkeit.
Meine Figuren tragen eine Maske. Dahinter: Ängste, Narben, Selbstzweifel. Das wahre Leben beginnt, wo die Fassade bröckelt. Alles davor ist Werbung.
Den Namen verdanke ich dem wichtigsten Menschen in meinem Leben: OK für Oktober, NOV für November 2014 — kennengelernt, einen Monat später verlobt. Er ist immer noch da. Er lektoriert jedes Buch und lässt mir nichts durchgehen.
Mein Motto: Denken nicht wixen. Ein Leser beschwerte sich, er „konnte nicht wixen“. Gut so. Dafür sind meine Bücher nicht da. Sex ist bei mir der Moment, in dem die Maske fällt — erst der Kopf, dann der Rest.
Erschienen: „Kein Platz für Latzhosenliebe“ (Dezember 2025) und „Kein Tabu für Goldmaskenliebe“ (Mai 2026).
