regressus ad infinitum
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Eine epistemologische Untersuchung der Warum-Frage
Kurzbeschreibung:
Der Autor untersucht das Phänomen des unbegrenzten Fragens aus erkenntnistheoretischer Perspektive. Im Zentrum steht die Analyse der Geltungsbedingungen von Fragen selbst.
Klappentext:
Warum führen manche Fragen zu Erkenntnis – und andere in Endlosschleifen? Warum erscheint der regressus ad infinitum oft erst dann als Problem, wenn Denken bereits in Absurdität, Ermüdung oder Verhärtung geraten ist? In Regressus ad infinitum untersucht der Autor das Phänomen des unbegrenzten Fragens aus erkenntnistheoretischer Perspektive. Im Zentrum steht nicht die Suche nach letzten Antworten, sondern die Analyse der Geltungsbedingungen von Fragen selbst. Das Buch zeigt, dass Erkenntnis häufig nicht an mangelndem Wissen scheitert, sondern an falsch kalibrierten Fragestellungen: Nicht jede grammatikalisch korrekte Frage ist epistemisch sinnvoll. Aus ordnungstheoretischer Sicht wird der Regress der Warum-Frage als Grenzsignal verstanden – als Hinweis auf Ebenenverwechslungen, unreflektierte Voraussetzungen und eine fehlende Disziplin des Fragens. Begriffe wie Grund, Ursache und Bedingung werden systematisch unterschieden, Absurdität als epistemisches Warnsignal eingeführt und Falsifikation als Kunst der Fragekalibrierung neu gelesen. Ergänzend werden Bezüge zu Kommunikationspraxis, Recht und Politik eingeordnet, ohne das Buch zu einer Fragetechnik oder Kommunikationstheorie zu machen. Ein schematischer Einschub verdichtet die Struktur des Fragens, ein Nachwort verweist auf die existenzielle Dimension des Themas, etwa im Zusammenhang mit pathologischem Grübeln. Regressus ad infinitum ist eine kompakte philosophische Kurzschrift über die Grenzen sinnvollen Fragens. Sie richtet sich an Leserinnen und Leser aus Philosophie, Wissenschaftstheorie und reflektierter Praxis, die weniger an schnellen Antworten interessiert sind als an begrifflicher Klarheit. Erkenntnis erscheint hier nicht als grenzenlose Vertiefung, sondern als Fähigkeit, Fragen rechtzeitig und verantwortungsvoll zu beenden.
Lesemotive:
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