Warum der Mensch Gott braucht
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Die Grenze des Realismus und zur Würde des Glaubens
Kurzbeschreibung:
Kann der Mensch auf Gott verzichten – ohne Verlust? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt für eine philosophische Untersuchung, die gängige Selbstverständlichkeiten kritisch prüft.
Klappentext:
Kann der Mensch auf Gott verzichten – ohne Verlust? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt für eine philosophische Untersuchung, die gängige Selbstverständlichkeiten des modernen Realismus kritisch prüft. Ausgehend von einem aktuellen zeitdiagnostischen Impuls entfaltet der Autor eine ordnungstheoretisch fundierte Analyse von Glauben, Ewigkeit, Schuld, Verantwortung und menschlicher Begrenztheit. Das Buch versteht Gott nicht als metaphysisches Objekt oder religiöse Autorität, sondern als Grenzbegriff: als Markierung dessen, was menschlicher Selbstbegründung entzogen bleibt. Ewigkeit wird dabei nicht als Jenseitsvorstellung, sondern als Gegenwartsform verstanden – als Ordnungsdimension des Geschehenen, in der Verantwortung, Umkehr und Bedeutung wirksam werden. Glaube erscheint nicht als naive Tatsachenannahme, sondern als Anerkennung von Verbundenheit innerhalb einer nicht simulierbaren Welt. Im weiteren Verlauf richtet sich der Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen: den idealistischen Drift moderner Moralordnungen, die Abwertung sogenannten „naiven Glaubens“, elitäre Selbstverklärungen und die damit verbundene Würdefrage. Der Autor zeigt, dass die kategorische Verwerfung von Gott und Glauben häufig nicht zur Aufklärung führt, sondern neue Absolutsetzungen hervorbringt. Das Buch plädiert für einen differenzierten, respektvollen Umgang mit existenziellen Sinnfragen. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die religiöse wie säkulare Gewissheiten hinterfragen möchten – nicht im Namen eines Bekenntnisses, sondern im Interesse begrenzter Vernunft und menschlicher Würde.
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