Manfred Krämer
Vita:
Manfred ist verschwätzt und stört den Unterricht.
Diesen Satz schrieb meine Lehrerin in mein Schulzeugnis der 1. Klasse. Er begleitet mich bis heute. 1956 in Lampertheim/Hessen geboren, entwickelte ich mich vom Schwätzer zum Erzähler und schlussendlich zum Autor, zunächst selbstgezeichneter Comics, über Geschichten für die eigenen Kinder, hin zum ersten, in einem Verlag erschienenen Kinderbuch. Das war 1994. Kinderbuch (Der Leuchtturm von Lüttenbüttel) und Verlag gibt es schon lange nicht mehr. Wegen der genreüblichen Vorgaben (Pädagogisch wertvoll, Vorbildfunktion, keine bösen F- und S-Worte, keine Leichen) beendete ich die, im übrigen nicht sehr hoffnungsvolle Karriere als Kinderbuchautor. Mein Brotberuf (40 Jahre Lkw-Fahrer) war ein steter Nährboden für Mordgedanken. Damit mich diese nicht in den Knast, sondern letztendlich an den Schreibtisch brachten, widmete ich mich der Kunst des Tötens im rechtsfreien Raum meiner Schreibstube. Die Tastatur als Waffe stets im Anschlag, erschuf und nahm ich mit zwei Zeigefingern diverse Leben. Ich plante ganze (Unter)Welten und halte das Patent für den perfekten Mord. Es begann 2004 mit „Tod im Saukopftunnel“, dem ersten Band meiner Reihe um die unfreiwilligen Ermittler Solo & Tarzan, angesiedelt in den finstersten Ecken der Metropolregion Rhein-Neckar rund um Mannheim. Die ersten drei Bände erschienen auch bei Heyne. 2025 erblickte der neunte Band „Solo & Tarzan – Sicilia Express“ das Licht der Leselampen. Daneben schrieb ich noch mehrere Jahre als Kolumnist und Journalist für die Laufzeitschrift „Runner’s world“. Von 2010 bis 2025 publizierte ich beim Mannheimer Verlag Waldkirch, bei dem auch „Mordsquilt“, ein Handarbeitskrimi und „Die Skorpionin“, ein Hardboiled-Thriller, publiziert wurden.
2020 folgte ich Amors Pfeil ins schöne Mittelrheintal. Hier entdeckte ich die Freiheiten des Selfpublishings, veröffentliche unter meinem eigenen Verlagslabel buchwerk bingen Bücher, in die mir außer meiner Lektorin niemand reinredet, und weine dem Klinkenputzen, dem bangen Warten und den ernüchternden Absagen keine Träne nach.
Mein Credo: Scribe quidquid vis – Schreibe was du willst.
