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Beschreibung:

Leseprobe
„Nein! Nein! Das hast du nicht getan …“
Seine Worte kommen ihm nur flüsternd über die Lippen.
Victor schaut zu ihm. Er kann beobachten, wie Tom bricht, wie ihm die Tränen in die Augen steigen. Er ist sich all seiner Schuld an dieser Situation bewusst. Victor steht auf und geht einen Schritt auf Tom zu. Dieser dreht seinen Kopf ruckartig zu ihm und blickt ihn abschätzend an. Seine Augen brennen vor Wut, Trauer und Enttäuschung.
„Ich dachte, wir wären Freunde? Wie lang schon?“
Nina findet ihre Stimme wieder. Sie setzt sich aufrecht hin und langsam tropfen die Worte aus ihrem Mund.
„Tiger. Setz dich bitte.“
„Nenn mich nicht so!“, faucht er sie an.
Doch Nina lässt sich davon nicht beeindrucken.
„Ich will wissen wie lang schon!“ Seine Stimme dröhnt in Ninas Kopf. Die Antwort enthält sie ihm vor.
„Setz dich. Bitte“, versucht sie es noch einmal.
Wie in Trance bewegt sich Tom auf den Tisch zu und lässt sich auf den Stuhl sinken. Jetzt ist er es, der die Tischplatte anstarrt. Einzelne Tränen tropfen von seinen Wangen.
„Ich liebe dich. Für immer.“
Es sind die gleichen Worte, die sie schon vor zwanzig Minuten an ihn gerichtet hat. Und Nina meint sie ernst. Nichts könnte sie davon abbringen, für Tom so zu empfinden.
Der blickt auf und sieht Nina mit tausend Fragezeichen im Gesicht an.
„Wie lang?“, fragt er verzweifelter.
Victor sitzt neben ihm. Die Schuldgefühle stürmen in ihm. Er ist Tom eine Antwort schuldig.
„Zu lang.“
Er weiß selber nicht, wann genau es angefangen hat. War es der erste Blick auf dem Spielplatz, die Szene in der Tiefgarage?
„Warum?“ Mehr bringt Toms zitternde Stimme nicht zu Stande.
Seine Augen strahlen unendliches Leid aus. Es trifft Nina mitten ins Herz und stumm weint sie mit Tom, als sie ihre nächsten Worte spricht.
„Weil mein Herz sich entschieden hat, auch Victor in sich aufzunehmen.“
So ist es. Ihr Herz hat entschieden, denn ihr Verstand hat sie angebrüllt, angefleht, es nicht zu tun. Doch ihr Herz war taub und tat es einfach.

Er versucht, sich seine Gefühle nicht anmerken zu lassen. Aber es sind so viele, die drohen, ihn zu überrollen. Seine Frau. Sein Freund. Die Liebe seines Lebens hat ihn verraten. Dass niemand sieht, was ihn ihm vorgeht, ist eher unwahrscheinlich, dessen ist er sich sicher. Sie sollten sogar sehen, was in ihm alles passiert. Das Leid, welches sie ausgelöst haben. Die Wut, an der sie die Schuld tragen.
Trotzdem versucht Tom, den Fokus auf Victors Worte zu legen. Er will es verstehen. Er muss.

„Ich will dich nicht ersetzen, Tom…“


Klappentext: Liebst du bis zum Tellerrand oder geht deine Liebe über den Horizont hinaus?
Nina ist Mitte dreißig, liebt ihre Tochter und ihren Mann. Ihre Freundinnen begleiten sie schon ihr halbes Leben. Zwischen Kindergeplabber, Alltagstrott und Ehe fühlt sie sich wohl.

An einem sonnigen Nachmittag auf dem Spielplatz hilft ihr ein fremder Vater mit einem Pflaster aus. Ab diesem Zeitpunkt verfolgen sie die klaren türkisen Augen. Victor bringt Nina in Situationen, in denen sie normalerweise jedem anderen Mann kräftig ihre Meinung gesagt hätte. Aber nicht bei ihm. Er lässt sie die Grenzen ihrer Normalität weit überschreiten. Das Geständnis an ihren Mann lässt all ihre Ängste wahr werden. Kann es nach dem Ende einen neuen Anfang geben? Tom, Victor und Nina lernen, dass Normal nichts weiter als ein Wort ist, welches weder Liebe noch Beziehung definiert.

Geh mit Nina auf eine Reise quer durch Klischees, herrlich normalen Alltag und prickelnd heißer
Szenen. Wandere über die Grenzen der Liebe.


Zusätzliche Daten

Veröffentlichungsdatum: 15.06.2021
Umfang: 360 Taschenbuchseiten Seiten
ASIN: B096HF9HC9
ISBN: 9798525192980
Teil einer Serie: nein
Im Selfpublishing veröffentlicht?: ja
Jugendbuch: nein
Geeignet ab: 18

Inhaltstypen

Spannung:
Traurigkeit:
Romantik:
Erotik:
Realität:
Humor:

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Blog benötigt: nein
Rezi-Kodex akzeptiert: ja
Anonyme Kontaktaufnahme: nein

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